Projekt Beschreibung

Erinnerungen an den Herbst – Gedanken an den Winter

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Christian Friedrich Hebbel (1813-1863)

Ein solches Gedicht weckt noch einmal die Erinnerung an die Fülle der vergangenen, besonders schönen Herbsttage in diesem Jahr. Die „Feier der Natur“ wird vor dem geistigen Auge noch einmal lebendig!
Für uns in der Heilpflanzenschule ist diese Zeit zwischen Herbst und Winter immer besonders spannend. Weckt Interesse und Zuspruch, was wir im Frühjahr und Sommer erdacht, erarbeitet und dann als neues Seminarprogramm Anfang September versendet haben? Werden unsere Gedanken und Ideen Früchte tragen?
Nun, im November wissen wir, das Programm 2017 ist gut angenommen worden! Und jetzt freuen wir uns schon auf die vielfältigen Begegnungen, das Kennenlernen und das Wiedersehen im kommenden Jahr, auf die Möglichkeit, Wissen über den unerschöpflichen Heilpflanzenkosmos zu vermitteln und miteinander zu teilen!

Für alle, die sich schon Gedanken über passende Weihnachtsgeschenke machen, hält dieser Rundbrief einige Anregungen bereit: eine Buchempfehlung, eine „Bauanleitung“ für Samenbomben, ein Rezept für Haarwachs aus natürlichen Zutaten, Ideen aus dem Reich der Räucherdüfte von Christine Fuchs oder ein Geschenkgutschein, der auf ein Seminar oder ein Buch aus unserer Buchhandlung angerechnet werden kann.

Wir wünschen Ihnen und Euch einen guten Übergang in den Winter, ein bewußtes Erleben des Wendepunktes der Sonne, die am 21. Dezember (ab 11:44 Uhr) wieder aufsteigt und uns dann wieder die Kräfte des Werdens schenkt, sodann ein friedvolles Weihnachtsfest, Zeiten der Muße und der Einkehr in den Rauhnächten und ein gelingendes Jahr 2017!

Cornelia und Joachim Stern mit dem Team der Freiburger Heilpflanzenschule

Samenbomben – schnell gemacht, große Wirkung!

Wir haben folgende Idee von zwei Teilnehmerinnen einer unserer Grundausbildungen erhalten und waren erstaunt, wie einfach solche Samenbomben herzustellen sind.

Rezept:
5 Esslöffel Erde
4 Esslöffel Tonpulver
1 Teelöffel Samen, je nach Geschmack und Lust

Wasser langsam und in kleinen Mengen beifügen, bis eine formbare Konsistenz entsteht. Hasel- bis walnussgroße Kugeln rollen. Diese an einem warmen Ort schnell trocknen lassen.
Werden Sie dann noch in so schöne selbst-bedruckte Ginkgo-Säckchen gepackt, ist ein sinnvolles und schönes Weihnachtsgeschenk schon fertig!

Und im nächsten Jahr verwandeln sich noch mehr grüne Rasenflächen oder langweilig gestaltete Flächen in bunte Blütenwiesen!

„Vergessene Heilpflanzen“ von Rudi Beiser

Seine jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Heilpflanzen und Kräutern und sein fundiertes Wissen über die Volksheilkunde hat unser Dozent der Grundausbildung Rudi Beiser mit Forschungsergebnissen der modernen Naturwissenschaft in diesem Buch zusammengeführt.
Angeregt, sich mit vergessenen Heilpflanzen näher zu beschäftigen, haben ihn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an seinen Seminaren zur Wildkräuterküche mit ihren immer wiederkehrenden Fragen, ob dieses oder jenes wohlschmeckende Wildkraut wohl auch Heilwirkungen habe.
Und sie haben tatsächlich!
Vom Blutweiderich über den Kriechenden Günsel und das Pfennigkraut bis zum Wiesen-Labkraut macht „Vergessene Heilpflanzen“ mit vierundzwanzig Pflanzen vor unserer Haustür vertraut. Zumeist sind es unscheinbare Pflanzen, die aber über die Jahrtausende hinweg sowohl als wichtige und wertvolle Heilkräuter wie auch in der (gesunden) Ernährung eine große Rolle spielten.
Ein versunkener Schatz wurde gehoben, entstanden ist ein opulent ausgestattetes Buch mit vielen wunderschönen Fotos, das die Augen öffnet für köstliche und heilsam wirkende Unscheinbarkeiten im Pflanzenreich. Aufgrund seines Aufbaus eignet es sich zum Schmökern (Vorsicht – man legt dieses Buch nur ungern wieder aus der Hand!) und zum Nachschlagen für Küche und Hausapotheke.
Obendrein öffnet es einen praktisch erfahrbaren Weg zur Weisheit des Hippokrates „Eure Nahrungsmittel sollten Heilmittel und eure Heilmittel sollten Nahrungsmittel sein“!

Rudi Beiser: Vergessene Heilpflanzen; AT-Verlag; ISBN 978-3-03800-880-0; € 29,95

Selbstgemachtes Haarwachs aus der Natur für normales Haar und für trockenes Haar

Haarwachs gibt der Frisur Halt gibt und lässt sie voluminöser erscheinen. Im Gegensatz zum Haargel härtet das Wachs nicht aus. Es bleibt daher meist unsichtbar und lässt sich so optimal einsetzen.
Enthält das Haarwachs einen höheren Wachsanteil, wird das bearbeitete Haar steifer. Ist der Fettanteil größer, bleibt das Haar weich und geschmeidig.

Wer sein Haarwachs selber macht, kann die Konsistenz ganz auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen. Zusätzlich können ätherische Öle eingearbeitet  werden, um der schicken Frisur einen angenehmen Duft zu verleihen.

Das Styling-Wachs eignet sich in erster Linie für kurze Haare. Bei langen Haaren fällt die Frisur zumindest nach einiger Zeit wieder in sich zusammen. Um mithilfe von Haarwachs die Haare in eine bestimmte Richtung zu formen, ist es nicht notwendig, eine große Menge zu verwenden. Bleibt die Frisur nicht in der gewünschten Form muss die Konsistenz verändert werden.

Auch normales Haar freut sich über Pflege. Die sich eignende Basis besteht idealerweise aus Kokosfett und Bienenwachs. Und so wirds gemacht:

  • 35 Gramm Kokosfett und 7 Gramm Bienenwachs in ein Becherglas abwägen.
  • Becherglas in ein heißes Wasserbad stellen und beide Komponenten unter Rühren schmelzen.
  • Becherglas aus dem Wasserbad nehmen und weiter rühren, bis das Haarwachs lauwarm ist.
  • Danach können nach Geschmack insgesamt 4-6 Tropfen ätherische Öle beigegeben werden und gut unterrühren.
  • Haarwachs in eine leere Cremedose abfüllen und für mehrere Stunden offen an einem kühlen Ort auskühlen lassen.

Ist der gewünschte Halt der Frisur zu schwach, kann der Bienenwachs-Anteil bei der nächsten Herstellung erhöht werden!
Die Haltbarkeit beträgt ca. 12 Monate.

Bei trockenen Haaren achtet man darauf, dass gleichzeitig eine pflegende wie auch haarstärkende Grundlage vorhanden ist. Um die Haare mit Feuchtigkeit nährend zu versorgen, eignet sich Sheabutter. Wie ein unsichtbarer Film legt sie sich um jedes Haar und sorgt für Geschmeidigkeit und leichte Kämmbarkeit. Für den Halt eignet sich Bienenwachs am besten. Und so wirds gemacht:

  • 40 Gramm Sheabutter und 6 Gramm Bienenwachs in ein Becherglas abwägen.
  • Becherglas in ein heißes Wasserbad stellen und beide Komponenten unter Rühren schmelzen.
  • Becherglas aus dem Wasserbad nehmen und weiter rühren, bis das Haarwachs lauwarm ist.
  • Danach können nach Geschmack insgesamt 4-6 Tropfen ätherische Öle beigegeben werden und gut unterrühren.
  • Haarwachs in eine leere Cremedose abfüllen und für mehrere Stunden offen an einem kühlen Ort auskühlen lassen.

Ist der gewünschte Halt der Frisur zu schwach, kann der Bienenwachs-Anteil bei der nächsten Herstellung erhöht werden!
Die Haltbarkeit beträgt ca. 12 Monate.

Eine wunderbare Duftmischung, die uns persönlich sehr gut gefällt: 2 Tropfen äth. Mandarinenöl, 1 Tropfen äth. Petitgrain-Öl und 2 Tropfen äth. Lavendelöl. Dies ergibt einen frischen Duft, der morgens einfach gute Laune verströmt. 🙂